Der Deutsche Pinscher und die Erziehung

Man hört und liest immer wieder dass der Deutsche Pinscher kein Anfängerhund ist. Doch was ist dran an dieser Behauptung? Und wenn es so ist aus welchen Gründen?

 

Zum einen möchte ich vorweg schicken dass der Pinscher die Rasse ist, mit der wir leben möchten. Schlau, fordernd und aktiv - ich denke diese Worte sind treffend um den Charakter zu beschreiben. Um einen ausgeglichenen Begleiter zu bekommen sind die Grundtendenzen und die Wesenszüge einer Rasse entscheidend und was man als Besitzer aus ihnen macht. Wenn man sich einen Deutschen Pinscher zulegt sollte man wissen für was diese Rasse einst gezüchtet wurde. Oftmals sind diese (damals erwünschten) Wesenszüge heute nicht mehr mit unserer Umwelt und unserem Alltag vereinbar. Deshalb gelten nun andere Selektionsziele als früher.


Das Pinscherlein

Einst gab es mal ein Pinscherlein,

das passte ganz still und fein

auf Müllers großem Hofe auf,

wenn jemand kam sag ich mir LAUF

in windeseile zu den Leuten hin,

macht bellen wirklich einen Sinn?

 

Das Pinscherchen denkt "wirklich nicht",

ich mach es lieber kurz und schlicht,

und zwicke in das Hosenbein

die Leut´ werden entgeistert sein

und unseren schönen Hof verlassen,

bis jetzt bekam ich alle zu fassen,

die ohne meine Leut zu fragen

auf unserem Hofe wollen Tagen.

Die erste Arbeit war getan,

ich mach mir einen anderen Plan.

Piep piep die Mäuschen ich schon höre,

wo ist diese verzwackte Göre?

Dort unten in dem Mäusebau,

doch die bekomm ich, ich bin schlau!

Mit Kopfarbeit und Ausdauer,

war noch keins der Mäuschen schlauer.

Flink wie ich als Pinscher bin

ist die Plage schnell dahin!

 

Nun kann ich in der Sonne liegen

und Bienen beobachten beim fliegen.

Doch der Müller hat mich stehts auf Sicht,

denn ein Kinderspielhund bin ich nicht!

© Copyright Sabine König



Ein kleiner Einblick in unseren Stadtspaziergang mit 4 Pinschern und leckerem Eis.

 

Von links nach rechts:

Gretl - 2 Jahre alt

Welli - 14 Monate alt

Frauchen - Alter wird nicht verraten ;)

Lara - 3 Monate alt (Hündin aus unserem A-Wurf)

Heidi - 1,5 Jahre alt



Wie es die kleine Anekdote bereits erzählt hat der Pinscher seinen eigenen Kopf. Er wurde dafür gezüchtet seine eigenen Entscheidungen schnell und bestimmend mit einer Tendenz zur Heftigkeit zu treffen. Ich denke das macht es für manche schwieriger den Pinscher zu führen. Doch diese Eigenschaft kann auch eine Qualität sein. Wenn man den Sturkopf durch Erziehung, gestützt durch eine gute Beziehung in die richtigen Bahnen lenkt wird der Pinscher schnell auf eigene Lösungswege kommen und auch im Alltag mit dem Menschen kooperieren. Ein konsiquenter und liebevoller Erziehungsstil ist angebracht. Der Deutsche Pinscher braucht verbindliche Aussagen! Ein NEIN ist ein NEIN und kein Vielleicht, auch wenn er 20 mal hinterfragen würde. Er braucht gewisse Grenzen damit er nicht "Größenwahnsinnig" wird. Der Mensch muss ihm zeigen dass er die Situation im Griff hat sonst übernimmt er die Situation und regelt sie selbst.

Mein erster eigener Hund war auch ein Deutscher Pinscher. Ich habe alle Höhen und Tiefen durch die man sich nur vorstellen würde. Und deshalb kann ich sagen: "Egal was passiert, wer nie aufgibt wird belohnt!" Der ein oder andere wird sicherlich an seine Grenzen kommen. Doch wir als Züchter stehen unseren Welpenleuten immer mit Rat und Tat zur Seite. Wer an sich arbeiten kann, MIT dem Hund arbeiten möchte und nie aufgibt, der ist für den Deutschen Pinscher wie geschaffen. Das urkomische Wesen entlohnt für alle Erziehungsstrapazen. Selbstverständlich legen wir in der Wurfkiste bereits die ersten Erziehungsmaßstäbe fest um dem Welpen gute und gesittete Startchancen zu geben. 

 

Wir arbeiten mit unseren Hunden in der Hundeschule Hexenhof bei Elke Fiebert!

Für uns DIE Hundeflüsterin schlechthin!


1 Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erheben wir keine Umsatzsteuer und weisen diese daher auch nicht aus.